Den meisten Künstlern wird nachgesagt, sie können sich selbst nicht vermarkten. Das ist keine Behauptung, sondern eine Aussage, die von den meisten Kreativen selbst getätigt wird.

Viele dieser Talente leisten eine hervorragende Arbeit, doch kaum einer weiß davon. Es fehlt ihnen schlichtweg das Publikum und deswegen verkaufen sie sich oft unter ihrem Wert. Daraus resultiert, viele erreichen nicht den Erfolg, den ihre Leistung eigentlich verdient. Denn sollte es nicht das Recht eines jeden Kreativen sein, von seiner Leidenschaft leben zu können?

Doch bevor wir uns genauer anschauen, was Künstler und Kreative dagegen – oder besser dafür – tun können, müssen wir erst einmal die Frage nach dem Warum stellen.

Warum vermarkten sich viele Kreative so miserabel?

Bei der Beantwortung dieser Frage kommen wir schnell zu einigen negativen Glaubenssätzen, die viele Künstler in sich tragen.

Marketing ist böse

Die meisten Künstler haben eine negative Einstellung dem Marketing gegenüber. Denn für sie ist Marketing noch immer ein Sinnbild für den bösen Kapitalisten, der sich auf Kosten anderer bereichert und Menschen ausbluten lässt, um daraus seinen eigenen Vorteil zu ziehen.

Doch das ist der gleiche Glaubenssatz, wie: “Künstler kiffen den ganzen Tag, laufen in lumpiger Kleidung mit fettigen Haaren herum und ihr Leben besteht nur aus Party.

Je nachdem aus welcher Perspektive wir die beiden Glaubenssätze betrachten, erscheinen sie entweder einleuchtend oder absurd. Wir können für beide Seiten Beispiele finden, wenn wir nur lange genug danach suchen. Doch es sind und bleiben Glaubenssätze, die aus schlechten Erfahrungen oder einem falschen Bild resultieren, das wir dann verallgemeinern.

Fakt ist eines, wer kein Marketing macht, wird nur schwer von seiner Leidenschaft leben können. Denn viele andere Kollegen haben die Vorteile von Marketing erkannt, nutzen es für sich und werden diejenigen, die es verteufeln, einfach überholen. Da kann man dann dasitzen und weiter das Marketing verteufeln, oder man kann sich überlegen, seine Denkweise zu ändern.

Denn man kann im Marketing auch die großen Vorteile sehen, die es für jeden einzelnen bietet. Man kann es als Chance sehen, den eigenen Traum – von seiner Leidenschaft leben zu können – wahr werden zu lassen, anstatt ihn weiter zu träumen.

Man muss dazu nichts anderes tun, als seine negativen Glaubenssätze aufzulösen. Fangen wir also gleich damit an.

Ersetzen wir den alten Glaubenssatz durch

“Marketing kann ich auf eine positive Art und Weise nutzen, denn es ist das, was ich daraus mache.”

Marketing funktioniert bei mir nicht

Es gibt da noch den Glaubenssatz, dass das Marketing im kreativen Bereich nicht funktioniert. Das stimmt teilweise. Es ist richtig, dass es einem Maler nichts bringt eine nette Imagebroschüre zu gestalten. Es ist ebenso richtig, dass es einem Musiker nicht viel bringen wird ein Plakat in der Straßenbahn zu kleben. Es ist außerdem richtig, dass es wenig Sinn hat, wenn man als Bildhauer einen Radiospot schaltet. Ganz nebenbei funktionieren diese Dinge für viele andere Branchen aber auch nicht.

Doch das sind alles nur die Marketing-Klassiker aus der alten Schule des Marketings. Natürlich funktioniert nicht jedes Marketing-Konzept in jeder Branche gleich. Natürlich muss man für jedes Produkt und jede Leistung eine individuelle Lösung finden. Doch diese Lösung findet man nur, wenn man offen dafür ist und sich auf die Suche begibt. Doch dazu an späterer Stelle noch mehr.

Fakt ist, dass es zahlreiche Kreative und Künstler gibt, die sich sagenhaft vermarkten (ohne sich dabei anzubiedern.)

Schau dich einfach nur mal in deinem Bereich um, welche Künstler in der Öffentlichkeit präsent sind und deren Arbeiten zu verfolgst. Dabei geht es nicht darum die Qualität der Arbeit zu bewerten, sondern nur die öffentliche Wahrnehmung. Denn oftmals sind es sogar diejenigen, deren Arbeit gar nicht so herausragend ist, die mehr in der Öffentlichkeit stehen. Findest du auch? Nun also stell dir vor, wenn jemand mit einem großen Talent aber gutes Marketing macht. Da potenziert sich das Potential.

Marketing funktioniert bei jedem. Aber Marketing funktioniert nicht bei jedem gleich.

Ersetzen wir den alten Glaubenssatz durch

“Es gibt auch für meinen Bereich die passende Marketing-Strategie. Ich muss sie nur finden.”

Marketing ist teuer

Ein weiterer Glaubenssatz ist, dass Marketing teuer ist. Ja, für Marketing muss man Geld ausgeben. Aber wer kein Geld ausgibt, wird auch kein Geld einnehmen. Du kannst also warten bis das Geld reinkommt und dann dein Marketing beginnen, oder du kannst dir überlegen was du jetzt schon tun kannst.

Kein vernünftiger Marketingberater würde einem Künstler Fernsehwerbung empfehlen, bei der 30 Sekunden mal locker 100.000€ kosten können. Es macht auch keinen Sinn eine Plakatkampagne für 50.000€ zu schalten. Man muss die Marketingstrategie natürlich auf die individuellen Bedürfnisse und das Budget anpassen.

Geschenkt bekommt man nichts, das ist klar. Doch dank Onlinemarketing war es noch nie so einfach mit wenig Budget viel Aufmerksam zu erreichen. Onlinemarketing ist aktuell die preiswerteste und effektivste Form des Marketing. Mit nur wenigen hundert oder tausend Euro lassen sich hier eindrucksvolle Resultate erzielen. Das wurde nun schon oft genug bewiesen.

Ersetzen wir den alten Glaubenssatz durch

“Marketing ist bezahlbar und für jedes Budget möglich, auch für deines.”

Man weiß nicht was Marketing wirklich bringt

Das Problem der alten Marketingschule war oft, dass niemand wusste, welche Aktivitäten im Marketing nun eigentlich den Erfolg brachten.

Es gibt den schönen Satz: “Die Hälfte eines Marketingbudgets ist rausgeworfenes Geld. Man weiß nur nicht welche Hälfte.”

Doch das ist inzwischen Geschichte. Denn der alte Wunsch, dass Marketing messbar wird, ist nun durch das Online-Marketing wahr geworden. Ab sofort ist es möglich jede Kampagne auf ihren Erfolg zu messen. Es ist möglich jeden einzelnen Klick auszuwerten und auf seine Profitabilität zu prüfen. Somit weiß man im Onlinemarketing immer ganz genau, welche Kampagnen erfolgreich sind und welche man lieber abschalten sollte.

Bei einer Fernsehwerbung weiß niemand, wie viele Menschen nun tatsächlich durch die Werbung erreicht wurden. Bei einer Plakatkampagne weißt du nicht, wer dieses Plakat gesehen hat. Hast du einen Flyer, dann kannst du nicht messen, wie viel neue Kunden dir dein Flyer gebracht hat. Das alles ist eine Art Schrotflintenmarketing. Man feuert etwas Schrott ganz breit in die Masse und hofft, dass es jemanden trifft. Aber mal ehrlich, sollte Marketing auf Hoffnung beruhen?

Heute haben wir eine einmalige Situation im Marketing, die bisher noch nie da war. Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen. Noch nie zuvor in der Marketinggeschichte war das möglich was jetzt möglich ist, Marketingerfolg in Zahlen zu messen. Wir können heute genaue aussagen dazu treffen, ob das Marketing profitabel ist. Denn wenn wir vorne einen Euro hinein werfen und am Ende zwei Euro herauskommen, dann funktioniert das was wir tun. Es ist simpel.

Was muss noch erst kommen, dass die Menschen die Vorteile des Online-Marketings für sich erkennen?

Ersetzen wir den alten Glaubenssatz durch

“Der Erfolg deines Marketings kann gemessen und somit skaliert werden.”

Ich möchte niemanden etwas aufzwingen

Eines der Hauptargumente von vielen Kreativen ist auch, dass sie niemand etwas aufzwingen wollen. Doch es verlangt auch niemand, dass du an den Haustüren klingelst und deinen Fuß solange in die Tür stellst, bis jemand bei dir gekauft hat. Es verlangt auch niemand, dass du alle Häuserwände mit Plakaten beklebst um immer sichtbar zu sein. Es verlangt auch niemand, dass du dich auf den Marktplatz stellst und mit einem Megaphon laut deine Botschaft verkündest.

All das sind die alten Formen des Marketings, das Unterbrechungsmarketing. Bei diesem geht es darum, die Menschen bei dem was sie gerade tun für die eigene Werbebotschaft zu unterbrechen. Das geschieht bei Werbeanzeigen in Zeitschriften, bei Fernsehwerbung, bei Plakaten, bei Radiospots, bei Flyern und vieles mehr. Alle diese Medien wollen nur eines: Dich von dem was du gerade tust ablenken, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Niemand möchte unterbrochen werden, da sind wir uns einig.

Doch es gibt auch noch eine andere Form neben dem Unterbrechungsmarketing. Das Erlaubnismarketing. Das ist eine Form, in welcher der Empfänger von dir nur Werbung bekommt, wenn er dieser vorher ausdrücklich zugestimmt hat. Und selbst dann ist es nicht wirklich Werbung, sondern es sind hochwertig von dir aufbereitete Themen wie Unterhaltung, Informationen oder ein bestimmter Mehrwert.

Ein gutes Beispiel dafür sind Umfragen. Stell dir vor du gehst zum Händler deines Vertrauens und dieser fragt dich, ob du an einer Umfrage per E-Mail teilnehmen möchtest, um das Produktangebot zu verbessern. Als kleines Dankeschön für deine Teilnahme bekommst du einen 20€ Einkaufsgutschein. Wie hoch ist die Chance, dass du an der Umfrage teilnimmst, wenn du mit dem Angebot des Händlers zufrieden bist? Sicher eher hoch.

Nun ist es doch durchaus realistisch, dass du deinen Kunden oder Fans ebenfalls etwas anbieten kannst, dass für sie einen so hohen Mehrwert hat, dass sie dir gern bereitwillig Ihre E-Mail Adresse im Tausch anbieten. Im Anschluss ist es natürlich wichtig, diese auch vertraulich zu behandeln und geschickt damit umzugehen. Doch da sind wir bereits schon in der Strategie, die individuell für dich entwickelt werden muss.

Doch Fakt ist, beim Erlaubnismarketing penetrierst du niemanden. Du informierst ihn. Du beschenkst ihn. Oder du lädst ihn ein. Klingt doch viel sympathischer, oder?

Und wenn du ein wirklich gutes Produkt, eine gute Leistung, ein tolles Angebot hast, dann ist es doch völlig legitim, dass du anderen davon erzählst. Denn du bist selbst davon überzeugt, dass es gut ist, richtig?

Also, ersetzen wir auch hier den alten Glaubenssatz durch

“Ich erzähle Menschen gern mehr davon was ich tue, weil ich davon überzeugt bin, etwas wertvolles zu tun.”

Nochmal alles auf einen Blick

Fassen wir also zusammen, dass die negative Einstellung dem Marketing gegenüber meist nur aus Glaubenssätzen resultiert. Wir haben allerdings gelernt, dass wir negative Glaubenssätze durch positive ersetzen können. Denn wir entscheiden ob wir Glaubenssätze in uns tragen, die uns blockieren oder die uns bereichern. Ich entscheide mich immer gern für die zweite Form von Glaubenssätzen.

Außerdem bin ich davon überzeugt, dass ich mit meiner Fotografie, die ich seit nun 13 Jahren ausübe, etwas ganz großartiges in die Welt bringe. Mit meinen Fotos kann ich Menschen zeigen wie schön sie sind, ohne dass sie sich hinter einer Maskerade aus MakeUp und Schönheits-Op’s verstecken müssen. Meine Fotos beweisen Menschen, dass sie wundervolle Wesen sind und dass sie es wert sind geliebt zu werden.

Und da ich finde, dass diese wundervolle Erfahrung noch mehr Menschen erreichen sollte, genieße ich es mein Marketing zu machen und andere auf mich aufmerksam zu machen.

Und weil ich erkannt habe, dass viele andere Kreative bei Ihrem Marketing Hilfe brauchen, habe ich mich dazu entschlossen, mein Wissen auch für sie zugänglich zu machen. Denn ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch auf dieser Welt gut von seiner Leidenschaft leben können sollte. Das klappt aber eben manchmal nur mit etwas Hilfe. Und genau dafür bin ich da.

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Mein Name ist Corwin von Kuhwede, ich liebe, lebe und arbeite in Leipzig.

Seit 17 Jahren bin ich Unternehmer. 2003 gründete ich, kurz nach der Geburt des Internets in Deutschland, mein erstes Internet-Unternehmen. Mittlerweile habe ich 17 Jahre Erfahrung im Online-Bereich.

Außerdem blicke ich auf 13 Jahre Selbständigkeit als Porträtfotograf zurück. Noch immer betreibe ich ein eigenes Studio im Herzen von Leipzig.

Ich arbeite als Unternehmensberater für Marketing-Automatisierung, Trainer für Kreative, sowie Autor und Speaker.

Meine Mission im Leben ist es, erfolgreichen Unternehmern zu mehr Wachstum und Skalierbarkeit ihres Unternehmens zu verhelfen und Kreative dabei zu unterstützen von Ihrer Leidenschaft gut leben zu können.

2 Comments

  1. Hallo Herr Kuhwede, Der Artikel ist ja hochinteressant und auch zutreffend. Allerdings vermisse ich den in der Überschrift angekündigten Ausweg. Die Änderung meiner Glaubenssätze ist ein Anfang, aber welches Marketing hilft mir als Portraitfotograf wirklich? Welche Wege schlagen sie vor?
    • Lieber Ralph, vielen Dank für deinen Kommentar. Die Lösung ist im ersten Schritt tatsächlich die Auflösung der Glaubenssätze, da ja auch das häufigste Problem die Glaubenssätze sind. Darum zumindest ging es in diesem Artikel. In anderen Artikel illustriere ich dann auch ein paar konkretere Beispiele. Auf dieser Seite hier und auf meiner Seite www.Fotogrow.de gehe ich in anderen Artikeln auch auf verschiedene Strategien ein. Wobei ich Ideen natürlich nur immer skizzieren kann, aber wirklich passgenau kann eine Lösung immer erst nach einem persönlichen Strategiegespräch werden. Wenn du mehr erfahren möchtest, kannst du dich gern mit deiner E-Mail in meinen Verteiler eintragen und erhältst spannende Inhalte direkt in dein Postfach.

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